Helios Streichquartett
Das Helios Streichquartett, die Streicherformation des Ensembles >gelberklang<, hat seit seiner Gründung im Herbst 2001 viele facettenreiche Projekte realisiert, oft in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern unterschiedlicher Disziplinen. Mit dem Klangregisseur Bryan Wolf entstanden dramatische klangliche Inszenierungen für Streichquartett und Live-Elektronik (Musik von Crumb, Saariaho, Reich, Stockhausen). Bedeutsame Kollaborationen fanden sowohl mit dem Pianisten Jürgen Kruse und dem Schlagzeuger Michael Kiedaisch aus dem Ensemble >gelberklang<, als auch mit Künstlern wie Barbara Stoll, Jerry Willingham (Sprecher) und Hayden Chisholm (Saxofon) statt. Die ursprüngliche Begeisterung für Streichquartett und Elektronik wurde fortgesetzt und weiter ausgebaut in aktuellen Arbeiten mit Hans Tutschku, Orm Finnendahl und Daniel Smutny. Multimediale Ereignisse, teils durchkomponiert (Antarktika von Frank Halbig/ZKM), teils vollständig improvisiert (Musik zur DVD "stuttgart nachts" von Fried Dähn), bilden ein weiteres spannungsreiches Aktionsfeld des Quartetts. Eine wichtige Entwicklung über die Jahren ist, dass immer mehr Gewicht auf freie Improvisation gelegt wurde. Die meisten Helios Aufführungen bestehen aus einer abwechslungsreichen Mischung von Improvisationen und komponierten Werken - bei vielen Projekten wird ausschließlich improvisiert. Ein Beispiel dieser Tatsache ist die Zusammenarbeit mit Terry Jenoure (New York, Violine/Gesang) und Sebastian Gramss (Köln, Kontrabass). Die sechs Streicher haben die im Mai 2006 bei dem neuen Wuppertaler Label Free Elephant erschienene CD "Looks Like Me" aufgenommen. Die Einladung zum Jazz-Festival Moers 2007 zeigt das wachsende Interesse an dem besonderen improvisatorischen Potenzial dieser Gruppe. Die neue Helios Besetzung (Ulrike Stortz und Felix Borel - Violine, Gareth Lubbe - Viola, Scott Roller - Cello) gab ihr erfolgreiches Debüt bei der Frühjahrstagung 2006 der INMM in Darmstadt zusammen mit Angelika Luz (Sopran) und Reinhold Friedrich (Trompete). Die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern wächst weiter. Ein Programm mit Angelika Luz mit Werken von Zender, Reimann/Schumann und Nono ist für die kommende Saison geplant, ein Projekt mit der Akkordeonistin Eva Zöllner und andere neue Verbindungen mit interessanten Programmen sind im Aufbau. Für Informationen zur aktuellen Arbeit des Quartetts, siehe "Aktuelles". ______ Helios
im Zeppelin-Museum (Friedrichshafen, 22.04.2004) …
Im ersten Teil bot sich ein fast klassisches Bild, die Zuschauer in
Reihen vor dem Quartett. Die drei ausgewählten Stücke stellten
die Bandbreite moderner Musik für Streichquartett vor. Zunächst
die Eigenkomposition des Cellisten Scott Roller "Fields and Planes",
sechs Sätze, die die texanische Heimat des Cellisten evozieren.
Schnelle, bewegte Sätze wechseln mit langen stillen Passagen, ganz
leise zieht sich die Musik in sich selbst zurück.Ganz anders Morton
Feldmans "Structures", pointillistisch hingetupfte Töne,
flüchtig huschend, wie scheue Irrwische, Töne, wie von federleichten
Lebewesen gezupft, gestrichen und geklopft. (Schwäbische Zeitung vom 24.04.2004)
Vier mp3s aus den Improvisationen der langen Kunstnacht, Staatsgalerie Stuttgart, 3. Jan 04 (3 kürzere aus dem Konzertsaal und eine 11-minütige Aufnahme von der Nach(t)Klang-Improvisation im Grafischen Kabinett) Helios + Michael Kiedaisch, Schlagzeug : Helios-Newman
Impro 1 (2,6 Mb) Helios-Newman Nach(t)klang (11Mb) Zwei
weitere Improvisationen mit dem Quartett, HeliosImprovisation2 - 090904 (8,4 MB) |

Bilder:
Petia Chtarkova